Salü, das bin ich – Sophia Jansen

Ich bin 36 Jahre alt und seit 2008 selbständige Fotografin. Mein Lebensmittelpunkt ist  in Dresden bei meinem Mann, unserer Tochter und unserer Hündin.

 

PHILOSOPHIE

Für mich ist Fotografie ein Ausdrucksmittel und ermöglicht mir Selbstkommunikation, ein großes Stück Selbstfindung, manchmal auch Meditation und macht allem voran sehr viel Spaß.

Für Andere lebe ich die Porträtfotografie am liebsten als begleitender Mensch, denn Authentizität, Vertrauen, Liebe, Leichtigkeit und gegenseitiger Respekt ergeben sich viel besser aus der Beobachtung als aus der Animation oder aktiver Bestimmung über das Motiv. Dies sind dann auch die Dinge, die uns mit einem sonnigen Gefühl durchs Leben tragen und die Fotos zum Strahlen bringen.

Es geht in der Porträtfotografie sowieso immer um Gefühle und wie sie ihren Ausdruck im Äußeren des Porträtierten finden, wie die Seele mit unserer äußeren Hülle verschmilzt. Gefühle sind stetige Impulse im Sekundenabstand und kein Dauerzustand. Es ist die Herausforderung diese Momente wahrzunehmen, geduldig abzuwarten oder auch herauszukitzeln und dann festzuhalten. Im besten Fall ergibt sich dann beim Fotografieren ein Zustand von gegenseitiger Offenheit, Aufmerksamkeit und Vertrauen. Zeit und Raum spielen beim Fotografieren eine wichtige Rolle und sollten ebenso sorgfältig ausgewählt werden. Meist bietet es sich an außerhalb des Fotostudios zu fotografieren, um den individuellen Anteil der Fotos zu verstärken. Genauso gut kann das Studio aber auch der Ort der emotionalen Freiheit werden, weil wir abseits der Öffentlichkeit ungeniert die Gefühlswelt ans Licht bringen können.

Und auch die oft verlockende und teils komplexe Technik bleibt ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Zielfoto. Denn die passende professionelle Kamera- und Lichtausrüstung sowie Software ermöglichen eine unglaubliche Vielzahl an Ausdrucksmöglichkeiten. Ich versuche immer soviel wie nötig, jedoch sowenig wie möglich Technik einzusetzen.

Privat lege ich umso öfter die große schwere Technik für eine Weile beiseite. Dann heißt es eine Spiegelreflex, eine Festbrennweite, meist kein Stativ oder noch smarter – die Benutzung der Mobiltelefonkamera – und dann raus ins Sonnenlicht.

Die Kamera spukt das Foto jedoch als Rohling aus und damit ist der zweite Teil der fotografischen Arbeit – die digitale Retusche ein weiterer wichtiger Arbeitsbestandteil, um das Foto erst richtig zum Funkeln zu bringen. Die digitale Retusche ermöglicht uns einen klareren Blick auf unser Inneres und unsere Seele, wenn wir sie dazu benutzen die Alltäglichkeiten und temporären Veränderungen aus unserem Gesicht zu radieren. Es bedeutet aber gleichzeitig auch immer ein Verlust an gelebter Realität und unserem körperlichem Charakterbild, wenn die Regler zu sehr ins Unnatürliche verschoben werden.

Die Herausforderung ist das Natürliche und das Künstliche miteinander zu verknüpfen, harmonisch oder gegensätzlich, ganz unbemerkt oder umso kontrastreicher … jedoch immer nah am Gefühl:

PORTRAITFOTOGRAFIE  LEICHT  PUR  ZEITLOS.

 

TECHNIK

Nikon D750 Body mit Sigma 85/ 1.4 und Nikkor 50/ 1.8
Nikon Systemblitz SB-700, Youngnuo Systemblitz
diverse Reflektoren und Studioblitztechnik

 

ARBEITSWEISE

Der Workflow von der Fotoaufnahme bis zum fertig entwickelten Foto liegt in meiner Hand und Verantwortung.  Besonders im Bezug auf die digitale Bearbeitung und Retusche ist es mir wichtig meine Ideen und Vorlieben ganz individuell umzusetzen zu können. Ich möchte außerdem die Rechte am Bild sowie die Persönlichkeitsrechte so gut es in der internetbasierten Zeit möglich ist, achten. Deshalb ist die Nutzung von Fremdanbietern für die digitale Fotobearbeitung für mich keine Option.  Hingegen sind die Möglichkeiten Fotos auf Papier zu entwickeln bzw. zu drucken immens  gewachsen. Den Fotodruck gebe ich deshalb gern in vertrauensvolle und professionelle Hände.